Aktuelles 15.8.2011
Erfolgreich zurück vom OSI Grenzdyck
2011
Lilja und Ásdis haben sich sehr gut präsentiert.
Beide haben ihr A-Finale im Tölt erreicht! Lilja in der T5 und Ásdis sogar mit der
Leistungsklasse 3 in der
T6 .
Außerdem hat Ásdis ihren ersten Fünfgang mit der Leistungsklasse 4 absolviert und
im Speedpass zwei gültige Läufe geschafft! Besser hätts nicht laufen
können.


Foto: Petra Schneider-Jonas
Leider waren
in diesem Jahr keine Felsenhof-Pferde am Start. Askur war zwar fit, aber
Traute nicht. Gigolo hatte sich einen Tag vorher ein Eisen abgetreten, lief
nicht ganz klar, so dass Elvi auf den Start verzichtete. Sehr schade - beide
Pferde hätten mit Sicherheit sehr gute Platzierungen erreicht!
Nun aber der Reihe nach:
Am Donnerstag lief zunächst alles nach Plan - der Hänger
mit den Pferdesachen war gepackt und meine Sachen im Prinzip auch. Ich musste
nur noch Sputnik reiten, einkaufen fahren, diversen Kleinkram erledigen und
dann sollte es am Nachmittag Richtung Niederrhein gehen.
Um 12 Uhr kam aber der Anruf, der alles änderte: Ab 14
Uhr kommt Stroh! Alles klar, das wird heute nichts mehr mit dem Losfahren. Wir
haben dann auch bis 21 Uhr über 800 Strohballen im Winterstall eingelagert und
waren danach ziemlich geschafft. Ich war natürlich froh in diesem Jahr gutes
Stroh in ausreichender Menge zu bekommen. Um die Einstreu muss ich mir keine
Sorgen mehr machen.
Also ging es erst Freitags mittags mit den beiden Stuten
los, nachdem alles andere erledigt war. Die Fahrt verlief ohne Stau, so dass
wir rechtzeitig am Nachmittag vor den Prüfungen eintrafen und ohne Stress der
Paddock mit Pavillon aufgebaut werden konnte.
Nur zum "Bahn zeigen" ergab sich keine Gelegenheit mehr.
Aber sowohl Ásdis als auch Lilja waren völlig cool und zeigten sich von ihrer
besten Seite.
Zuerst war Lilja in der Töltprüfung T5 am Start. Der
erste Aufgabenteil im langsamen Tempo Tölt war richtig gut; im 2. Aufgabenteil
rächte es sich allerdings, dass wir die Bahn nicht testen konnten. Das Tempo
verstärken im Tölt war noch sehr gut, aber der Boden war durch den nächtlichen
Regen sehr tief, so dass sich das Zurücknehmen etwas schwieriger als auf der
festen Bahn in Roderath gestaltete, d.h. ich musste Lilja mehr auf die
Hinterhand setzen als sonst, konnte das Treiben beim Zurücknehmen aber nicht
so harmonisch auffangen wie üblich. Bei der dritten langen Seite hatten wir
dann das richtige Maß gefunden - optimale Noten gab es für diesen Aufgabenteil
natürlich nicht. Trotzdem reichte es für das A-Finale!
Direkt im Anschluss lag die Töltprüfung T6 mit Ásdis.
Also fliegender Wechsel - nochmal Danke an Valerie fürs Pferdehalten. Ásdis
lief zu Anfang noch etwas verhalten, meisterte dann aber souverän den zweiten
Aufgabenteil - Tölt ohne Zügel - Foto siehe oben. Ásdis erreichte mit der
Leistungsklasse 3 ebenfalls ihr A-Finale. Insgesamt ein guter Auftakt - so konnte es weitergehen!
Am Abend startete Ásdis zum ersten Mal im Speedpass. Den
ersten Durchgang ritt ich noch sehr vorsichtig, im zweiten Durchgang etwas
energischer und konnte schon über eine Sekunde Zeit rausholen. In jedem Fall
waren beide Läufe sehr sicher und sind locker ausbaufähig.
Danach saß ich mit Petra bis in die Nacht bei Iris und
Rainer am Wohnmobil und wir unterhielten uns über "Gott und die Welt".
Am Samstag zeigten sich beide Stuten sehr schön in allen Gängen. Auch mit Lilja gelang der Rennpass sehr
gut, so dass ich mich schon fast ärgerte, morgens die Futurity-Fünfgang
gestrichen zu haben. Aber für die fünfjährige Lilja reichte ein Start pro Tag
- vor allen Dingen bei dem schweren Boden der Ovalbahn.
Ásdis, ein Jahr älter, hat doch schon mehr Kondition und
lief am Samstagabend ihre erste Fünfgangprüfung mit sehr schön gleichmäßig
guten Gängen - die ersten 6er Einzelnoten waren auch dabei - und von der
Technik her drei perfekte Seiten Rennpass. Das Tempo muss noch gesteigert
werden, aber das kommt von alleine bei mehr Routine.
Immerhin schaffte sie auf Anhieb locker die
Leistungsklasse 4!
Nach dem Fünfgang fing es leicht an zu regnen, hörte
aber pünktlich für den Kostüm-Paarviergang und anschließender mobiler Disco am
Bierwagen wieder auf. Auch am Samstag wurde es bei guter Musik etwas später
bzw. früher ...
In der Nacht
und morgens hat es dann aber so gegossen, dass ich mir die beiden A-Finals
geschenkt habe. Diese waren im Zeitplan direkt hintereinander gelegt, also für
das 2. Pferd wäre sowieso keine Zeit zur wirklichen Vorbereitung gewesen. Aber
das Ganze noch mit Regendeckenwechsel und klitschnass vom ersten Finale ... .
Nein, danke.
So habe ich gemütlich gefrühstückt, mir dabei "meine" Finals angeschaut;
danach den Paddock abgebaut, eingeladen und ab nach Hause. Das war eine gute
Entscheidung, denn es kam noch Wind auf und wurde richtig ungemütlich. Am
Nachmittag mussten die Gespanne zum Teil mit dem Traktor rausgezogen werden.
Schade für
ein so schönes, sehr gut organisiertes Turnier. Danke dafür an Cilli und Jana.
2012 bin ich sicher wieder dabei.
Ein weiterer
Dank an Petra Schneider-Jonas und Ulrich Neddens für die schönen Fotos!